Eine persönliche Entdeckung an der Moldau
An Silvester stand ich in Prag – einer Stadt, deren Name übersetzt „Schwelle“ bedeutet (prah). Als ich über die Karlsbrücke lief, wurde mir etwas ganz deutlich bewusst: Das Überqueren einer Schwelle ist ein aktiver Prozess. Man verlässt das bekannte Ufer, befindet sich für einen Moment über dem fliessenden Wasser des Unbekannten und steuert auf das neue Ufer zu.
Prag hat mich daran erinnert, dass diese Übergänge oft kraftvoll und gleichzeitig herausfordernd sind. Wir befinden uns im „Dazwischen“, und genau dort liegt oft eine tiefe, fast unerklärliche Erschöpfung.
In Prag ist es für viele eine tiefe Tradition, am Silvesterabend oder am Neujahrstag über die Karlsbrücke zu gehen. Es ist mehr als nur ein Brauch – es ist ein ritueller Akt. Man begibt sich ganz bewusst über die Schwelle zwischen dem, was war, und dem, was kommt.
Dieses bewusste Ausschreiten der Schwelle ist es, was uns oft im Alltag fehlt. Wir stolpern von einem Jahr ins nächste, von einer Lebensphase in die folgende, ohne innezuhalten. Doch genau in diesem rituellen ‚Über-die-Brücke-Gehen‘ liegt die Kraft: Wir anerkennen den Übergang. Wir erlauben uns, im ‚Dazwischen‘ zu sein, bevor wir am anderen Ufer neu ankommen.
Warum das „Dazwischen“ uns müde macht
In meiner Praxis in Bern begegne ich täglich Frauen, die sich genau an einer solchen Schwelle befinden. Oft wissen wir noch gar nicht, wie wir diesen Übergang benennen sollen – wir spüren nur, dass das Alte nicht mehr passt.
An einer Schwelle muss unser System Altes loslassen, um Platz für Neues zu schaffen. Das kostet enorme Energie. Oft reagiert der Körper mit Stress, Rücken- oder Nackenschmerzen. Es ist eine Form der Entkörperlichung – wir verlieren den Kontakt zu uns selbst, während wir versuchen, im Aussen weiter zu funktionieren.
Drei Türen für deine Neuausrichtung
Je nachdem, wo du gerade an deiner Schwelle stehst, biete ich dir unterschiedliche Wege an, um wieder in deine innere Ordnung zu finden:
- Craniosacral Therapie in Bern (Der körperliche Weg): Wenn dein Körper unter dem Druck der Veränderung leidet, hilft Cranio deinem Nervensystem, zurück in die Selbstregulation zu finden. Es ist ein sicherer Raum für emotionale Übergänge.
- AstroEssenza & PrimaEssenza (Der klärende Weg): Manchmal braucht der Kopf eine Landkarte. Der Blick in die Sterne oder das Klären deiner Essenz hilft dir, den Sinn und das Timing deines Schwellenmoments zu verstehen.
- LunaEssenza (Der rituelle Weg): Ein Ritual im Schutze des Schlosses ist der bewusste Schritt über die Brücke. Wir markieren das Ende des Alten und laden das Neue ein.
Fazit: Die Stille ist kein Stillstand
Diese Stille an der Schwelle ist keine Leere, sondern ein pulsierendes Herzfeld. Es ist die Einladung zu einem „inneren Abstieg“, damit Heilung und Neuausrichtung geschehen können.