Eltern-Burnout schleicht sich langsam ein. Die ständige Erschöpfung und der Druck, sowohl den eigenen Ansprüchen als auch den Erwartungen von aussen gerecht zu werden, führen zu einem zunehmenden Energieverlust der Eltern. Es entsteht ein Teufelskreis aus Überforderung, emotionaler Distanzierung und Selbstzweifeln. Besonders belastend ist der innere Konflikt: Der Wunsch, liebevoll und präsent zu sein, kollidiert mit der eigenen Erschöpfung. Die Diskrepanz zwischen Ideal und Realität wird immer grösser, was oft zu Scham, Schuldgefühlen und Unzulänglichkeit führt und die Situation verschärft. Ein Ausweg scheint oft schwer zu finden.
Wer ist besonders von Eltern-Burnout betroffen?
Grundsätzlich kann ein Burnout bei allen Eltern auftreten. Besonders oft sind jedoch diejenigen betroffen, die den Grossteil der Care-Arbeit übernehmen. Wenn zusätzlich zum familiären Stress auch beruflicher Druck hinzukommt, steigt das Risiko erheblich.
Bestimmte Faktoren erhöhen die Belastung zusätzlich:
- Hochsensibilität (die Reize des Familienalltags werden intensiver wahrgenommen)
- Perfektionismus und hohe eigene Erwartungen
- Angst vor Versagen oder grosser Leistungsdruck
- Fehlende Unterstützung: Alleinerziehende oder Familien ohne soziales Netzwerk (Grosseltern etc.)
Was du jetzt tun kannst: Erste Schritte aus dem Hamsterrad
Der wichtigste Schritt ist, die Situation anzuerkennen und sich Hilfe zu suchen. Hier sind vier Ansätze, die sofort Entlastung bringen können:
- Brich das Tabu: Sprich mit anderen darüber. Im Austausch entdeckst du, dass du nicht allein bist – es geht vielen Eltern so.
- Akzeptiere die Ambivalenz: Du darfst deine Kinder von Herzen lieben und gleichzeitig dringend deine Ruhe haben wollen. Beides hat nebeneinander Platz.
- Me-Time einplanen: Betreuungszeiten konsequent einteilen und kleine Inseln für dich selbst schaffen (und wenn es nur 15 Minuten sind).
- Orientierung am Gesunden: Frage dich am Abend: Was ist heute gut gelaufen? Freue dich über die kleinen Momente.
Vom Hamsterrad zur Herzensberufung
Vor einigen Jahren hat es mich selbst getroffen. Ich kenne das Gefühl, im Hamsterrad festzustecken und nicht mehr zu wissen, woher die Kraft für den nächsten Tag kommen soll. Durch die Craniosacral Therapie habe ich meinen Weg zurück zu mir selbst und damit meine wahre Berufung gefunden.
In meiner Praxis in Bern begleite ich heute Menschen dabei, ihr Nervensystem wieder zu regulieren und aus der chronischen Erschöpfung auszusteigen. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dir diesen sicheren Raum für deine Regeneration zu bieten.
